Brachypelma emilia
White, 1856

Herkunft : Mexico, Costa Rica, Panama
Lebensweise : Bodenbewohnend
Körperlänge : bis zu 7 cm
Temperatur Tags : 25-28 "C
Temperatur Nachts : ca. 20 "C
Luftfeuchtigkeit : ca. 60 %
Fressverhalten : Nimmt Futter gut an.
Nahrung : Heimchen, Grillen, Heuschrecken
Haltung : 30x30x20 cm (LxBxH)
Verhalten : Friedlich, bombardiert.
Verteidigung : Bombardiert häufig, Flucht.
Erstbeschreibung


 

: WHITE, A. (1856). Description of Mygale emilia,
  a spider from Panama, hitherto apparently
  unrecorded. Proc. zool. Soc. Lond. 1856: 183-
  185, pl. XLIII (reprinted in Ann. Mag. nat. Hist.
 
(2) 19: 406-407, 1857).
Unterfamilie : Theraphosinae
Wachstum : sehr langsam
Lebenserwartung : über 20 Jahre
Anmerkung : Anfängertaugliche Vogelspinne.


Brachypelma emilia, Weibchen mit 5 cm kl
 

Anmerkung:
Brachypelma emilia gehört zu den schönsten Brachypelma-Arten.
Sie kann teilweise etwas launisch reagieren und sehr lange Strecken laufen.

Meine bisherigen Erfahrungen:

Diese schöne Brachypelma-Art gehört mit zu meinen Lieblingsvogelspinnen und ist in der Terrarienhaltung weit verbreitet. Besonders Einsteiger halten Brachypelma emilia gerne als Zweite- oder dritte Vogelspinne in ihrem neuen Hobby.

Das Verhalten von Brachypelma emilia würde ich als teilweise etwas launisch beschreiben, an manchen Tagen verhält sie sich ruhig oder flüchtet bei einer Störung in ihr Versteck, an anderen Tagen bleibt sie bei einer Störung unbeeindruckt oder begibt sich sogar offensiv zur Störung hin (wahrscheinlich von ihrem Fresstrieb gesteuert). An Futter nimmt sie das übliche Angebot an Futtertieren sehr gut an, lediglich Schaben scheint sie nicht zu mögen und verschmäht diese bei mir grundsätzlich.

Im Umgang mit ihr sollte man etwas vorsichtiger vorgehen, da diese schöne Vogelspinne gerne mal etwas hektisch reagiert. Gerade in Stresssituationen, wie beim Umsetzen, kann Brachypelma emilia einem Einsteiger etwas kompliziert vorkommen, durch ihre meist hektische Verhaltensweise.

An die Haltung stellt Brachypelma emilia keine großen Anforderungen, es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass man den Bodengrund nicht sonderlich feucht hält. Empfehlenswert wäre es, den Boden im Terrarium etwa zu 1/4 feucht zu halten und ansonsten trocken. Bei einem zu feuchten oder sogar nassen Bodengrund, begibt sich Brachypelma emilia sehr schnell in die Höhe z.B. an Einrichtungsgegenständen oder der Seitenscheibe.


Brachypelma emilia, subadultes Männchen

Als Bodensubstrat eignet sich ein Mix aus Blumenerde, Lehmpulver und Sand, den man im Verhältnis 50/30/20 einbringen kann. Alternativ kann man auch lehmhaltige Erde aus dem heimischen Wald sich holen und diese im Terrarium etwa 10 bis 15 cm hoch einbringen. Einige Exemplare von Brachypelma emilia graben sehr gerne im Terrarium, während andere dieses so gut wie gar nicht vollziehen. Trotzdem sollte man seinem Exemplar immer die Möglichkeit gebe zu graben und grabfeste Erde einbringen.

Eine Grundfläche von 30x30 cm sollte man nicht unterschreiten. Ich biete meiner Brachypelma emilia 40x30 cm Grundfläche, mit Lehmhaltigen Boden und einigen kleinen Steinen als Dekoration. Zudem darf eine Versteckmöglichkeit im Terrarium niemals fehlen. Hier kann man sich mit einem halbierten Stück kork behilflich sein, welches man z.B. schräg an die Seitenwand lehnt. Oder aber man besorgt sich aus dem Wald ein paar Rindenstücke und verkeilt diese zu einer Höhle, was auch optisch was her macht. Eine obligatorische Wasserschale sollte im Terrarium niemals fehlen. Meine Exemplare von Brachypelma emilia konnte ich sehr oft daraus trinken sehen.

Zucht:

Die Zucht von Brachypelma emilia scheint nicht ganz einfach zu sein. Nicht selten zeigen sich die Geschlechtspartner aggressiv einander und man muss sie trennen, damit nichts schlimmeres passiert. Treffen beide aber ruhig aufeinander, so dauert es nur wenige Minuten, bis das Weibchen anfängt zu trommeln und das Männchen darauf antwortet. Dieses Vorspiel kann einige Zeit in Anspruch nehmen! Nach der Kopulation trennt sich das Männchen sehr schnell vom Weibchen, um nicht als Nachspeise ihr dienlich zu sein.

Nach einer Zeit von etwa 4 bis 6 Monate (manches mal auch bis zu 1 Jahr) baut das Weibchen einen Kokon und bewacht diesen stets. Der Bau eines Kokon kündigt sich dadurch an, dass sich das Weibchen in ihr Versteck zurück zieht und den Eingang meistens mit Spinnenseide und Bodengrund verschließt. Der Kokon kann dem Muttertier nach etwa 6 Wochen entnommen und gezeitigt werden. I.d.R. schlüpfen aus einem Kokon zwischen 400-500 Jungtiere. Die Jungtiere wachsen nur sehr langsam heran.

Literaturverweise:

Brachypelma emilia (White, 1856)
– Mexico

White, A. 1856.

Description of Mygale Emilia, a spider from Panama, hitherto apparently unrecorded.
Proc. zool. Soc. Lond. 1856: 183-185 [p. 185, pl. 43].
(reprinted in Ann. Mag. nat. Hist. (2) 19: 406-407, 1857).

DEMRI, H. 1999.
Echos des terrariums: Note sur Brachypelma emilia.
Arachnides 41.

McInnes, L. 2008.
Brachypelma emilia breeding report.
Journal of the British Tarantula Society 23(2): 41-46.

McKee, A.M. 1986.

Emilia exploitation.
Journal of the British Tarantula Society 1(4): 81-83.

Verdez, J.-M. 1993.
Fiche d'élevage: EUATHLUS emilia (White, 1856).
Arachnides 16.

www.vogelspinnen-hameln.de Maculata.de