Fotografieren von Vogelspinnen

Wie Fotografiere ich eine Vogelspinne am besten?

Vorwort:

Dieser Frage bin ich nachgegangen und bekam viele hilfreiche Antworten von einigen erfahrenen Vogelspinnenhaltern. Natürlich möchte das Besprochene dann auch irgendwann einmal umgesetzt und ausprobiert werden. Vorweg möchte ich sagen, dass diese Beschreibung nicht von Personen ohne entsprechende Kenntnis verwendet werden sollte. Für den Anfang sollte man möglichst eine Vogelspinne wählen, die vom Wesen her ruhig ist. Am besten nimmt man sich eine erfahrene Person zur Seite, die einem selbst die nötige Sicherheit vermittelt und bei auftretenden Problemen einschreiten kann, was besonders zu Beginn sehr hilfreich ist.

Zu Beginn:

Niemals sollte man seine Vogelspinne aus Sensationslust aus dem Terrarium nehmen. Am besten empfiehlt es sich, seine Vogelspinne vor dem Einsetzen ins neue Terrarium oder bei einer Terrarium Säuberung zu fotografieren, da die Vogelspinne dann sowieso draußen ist bzw. raus genommen werden muss. Dies ist dann der beste Moment, eine Fotoserie mit seiner Vogelspinne aufzunehmen.

Wo platziere ich die Vogelspinne?

Bei ruhigen Arten kann man die Vogelspinne am Boden
auf ein Stück flaches Kork
setzen und sie mit einer
langem Pinzette
dirigieren, in dem man
die Vogelspinne sachte an
den Beinen anstupst.
 

Immer zur Hand sollte eine
leere Heimchendose stehen,
falls die Vogelspinne doch mal
panisch wegrennt.

Worauf ist zu achten?

Es ist darauf zu achten das die Vogelspinne nicht verletzt wird oder sich verletzen kann. Darum sollten spitze u. scharfe Gegenstände aus der Reichweite genommen werden. Auch sollte man solche Fotoaufnahmen nicht unbedingt auf einem Tisch machen, da die Vogelspinne hierbei herunter fallen und sich dann möglicherweise sogar tödlich verletzen kann. Auch sollte der Platz so gewählt werden, dass die Vogelspinne nicht sofort unter einem Schrank o. Regal laufen kann, sollte sie doch mal sich erschrecken - dann rennen die Tiere nämlich meist sehr hektisch davon. Wenn auch nur über kurze Distanzen!

Welche Behälter kann man verwenden?

Es geht von Kunststoffkisten bis große Faunaboxen, über Fürst Dosen bis hin zu größeren, leer stehenden Aquarien
eigentlich alles.

Hier links im Bild
wird eine einfache Faunabox
verwendet, in der ein Skorpion
mit etwas Terrariensand
fotografiert wird.

Ruhig bleiben!

Das Wichtigste bei den Fotoaufnahmen ist die Ruhe. Je ruhiger man selbst ist, umso leichter wird der Umgang mit der Vogelspinne. Dieses konnte ich aus eigenen Erfahrungen entnehmen und bestätigen. Vermeiden sollte man unbedingt das anpusten der Vogelspinne, da sie sich sonst erschrecken kann und losrennt.

Geht das mit allen Vogelspinnen?

Prinzipiell ja!
Natürlich erfordern flinke Arten,
etwas mehr Geschick und Erfahrung als
eine ruhige Art.

So kann beispielsweise
eine flinke u. schnell laufende
Art mit einer Pinzette leicht
festhalten wie im Bild links
zu sehen ist.

Am besten stülpt man der Vogelspinne aber eine Heimchendose über und wartet etwas bis diese sich darunter beruhigt hat. Dann hebt man die HD vorsichtig an und nimmt diese weg. Die Vogelspinne verweilt eine Weile so wie sie unter der HD gestanden hat. In einer Fürst-Dose wie in Bild 3 zu sehen ist, kann man einige Vogelspinnen auch halten und sie so direkt in ihrem „Terrarium“ fotografieren. Dieses geht natürlich am einfachsten bei bodenbewohnenden Arten und Röhrenbewohnern wie Ephebopus murinus.

Vogelspinne in Drohstellung?

Keine Panik!
Selbst wenn die Vogelspinne offen ohne
Glas vor einem steht
und sich dann bedroht fühlt
und in die typische Drohstellung geht,
ist dies nicht weiter wild.

Allerdings sollte man nun ein wenig mehr
Sicherheitsabstand einhalten.
Die Vogelspinne verweilt,
je nach Art,
relativ lang in dieser Position.

Abzuraten ist von Aktionen, in denen man meint die Vogelspinne mit nach draußen vor die Tür zu nehmen. Dieses sollte grundsätzlich nicht geschehen, da man eine entflohene Vogelspinne, beispielsweise im eigenen Garten kaum bis gar nicht mehr wieder findet. Auch lauern vor der Tür viele Gefahren, die man selbst nie abschätzen kann. Eine streunende Katze kann eine Vogelspinne schnell als Beute ansehen. Und dann hätte man ein Problem!

Lichtquellen nutzen?

Dieses kann unterschiedlich ausfallen, von Blitz, Lampe bis hin zum einfachen Tageslicht. Je nach Gegebenheiten der eigenen Räumlichkeiten in denen man lebt. Ich selbst nutze eine DSLR und verwende einen externen Blitz, bei Bedarf auch mal den internen wenn nichts zur Hand ist. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

1.Fotobox Möglichkeit:

Ein altes Aquarium nutze ich
für meine Vogelspinnen Aufnahmen.
In dieses habe ich etwa 5 cm hoch
handelsübliche Blumenerde eingefüllt.

Mit Hilfe einer Heimchendose setze
ich die Vogelspinne in die Fotobox.

 

2.Fotobox Möglichkeit:

Eine alte Kunststoffkiste aus dem
Baumarkt kann mit Walderde,
Blumenerde und etwas Moos
als Bodenabdeckung
als Fotobox verwendet werden.

 

3.Fotobox Möglichkeit:

In einer Fürst-Dose kann man,
juvenile Vogelspinnen oder
adulte kleinere Arten
auch halten.

Diese eignen sich ebenso wie
die beiden anderen Boxen sehr
gut als Fotobox.

Allerdings passen hier nur kleine
bis mittelgroße Vogelspinnen rein.

Die Brachypelma emilia wurde für die Foto-Aufnahmen in die Dose gesetzt

4.Möglichkeit:

Ein Stück Kork auf dem Boden
gelegt kann bei ruhige
Vogelspinnen Arten als Fotomatte
verwendet werden.

Bei entsprechender Größe,
kann man so ein Korkstück auch
in eine Fotobox legen.
Was bei etwas unruhigeren
Arten nie verkehrt ist.

Bei allen Fotoaufnahmen sollte eine Heimchendose griffbereit liegen,
um die Vogelspinne einfangen zu können, sollte sie sich doch
entschließen weglaufen zu wollen.


Bild zeigt ein präpariertes Tier.

www.vogelspinnen-hameln.de Maculata.de