|
Heteroscodra maculata
Pocock, 1899
"Togo Starburst Baboon Tarantula"

|
Herkunft |
:
West u. Zentralafrika (u.a. Togo, Ghana,
Kamerun) |
|
Lebensweise |
: Baumbewohnend |
|
Körperlänge |
: 5-6 cm |
|
Temperatur Tags |
: 22-28 "C |
|
Temperatur Nachts |
: 18-20 "C |
|
Luftfeuchtigkeit |
: 70-80 % |
|
Fressverhalten |
: nimmt Futter gut an. |
|
Nahrung |
: Heimchen, Grillen |
|
Haltung |
: ab 30x30x40 cm (LxBxH) |
|
Verhalten |
: sehr hektisch, schnell |
|
Verteidigung |
: Flucht,
schneller Abwehrbiss |
|
Deutscher Name |
: "Ornamentvogelspinne" |
|
Erstbeschreibung
|
: Pocock, R.I.
1899. On the scorpions, pedipalps and
spiders from tropical West-Africa,
represented in
the collection of the British Museum. Proc. zool.
Soc. Lond.
1899: 833-885. [p. 840]. |
|
Unterfamilie |
:
Stromatopelminae |
|
Wachstum |
: mittelmäßg |
|
Lebenserwartung
|
:
etwa 20 Jahre |
|
Artikel |
: Donny SKREBBA, 2010
Eine Vogelspinne aus Afrika -
Heteroscodra maculata Pocock, 1899
ZAG-Phoenix 2 (11)2010 39-40.
|
|
Anmerkung: |
: Für Anfänger nicht geeignet! |

Heteroscodra maculata, Weibchen mit 5 cm kl
Haltung seit: Oktober 2008
Anmerkung:
Heteroscodra maculata ist eine sehr schnell laufende Vogelspinne.
Bei Gefahr lassen sie sich fallen, rollen sich ein und laufen weiter.
Meine bisherigen
Erfahrungen:
Diese Vogelspinne zähle ich als meine
absolute Lieblingsspinne.
Sie ist optisch sehr interessant gemustert und zeigt ein paar höchst
interessante Verhaltensmuster. Wobei ihr ausgeprägtes Fluchtverhalten wohl am
interessantesten sein dürfte. Denn flüchtet Heteroscodra maculata so laufen sie
los, lassen sich fallen, dabei rollen sie sich zu einer Kugel zusammen und
entkugeln sich kurz vorm auf den Boden ankommend um dann dort direkt sehr
schnell weiter zu laufen/flüchten.
Als Baumbewohnende Art ist diese
Vogelspinne zudem sehr flink und wirklich extrem schnell. Weshalb man mit ihr
vorsichtig umgehen sollte. Anfängern sei gesagt, dass Heteroscodra maculata an
die Haltung ein paar mehr Ansprüche stellt und nicht nur im Umgang etwas
schwerer zu handhaben ist.
Im Terrarium sollte man darauf achten,
dass man genügend Klettermöglichkeiten mit hinein bringt. Da diese Vogelspinne
als Baumbewohnerin sehr gerne und viel klettert. Zudem sollte das Terrarium
nicht zu klein ausfallen. Eine Mindestgröße von 30x30x40 (LxBxH) sollte nach
Möglichkeit nicht unterschritten werden.
Der Bodengrund sollte stets gut feucht
gehalten werden. Ich verwende Blumenerde und sprühe 2 mal pro Woche. Ein
Trinknapf kann im Terrarium angeboten werden, jedoch wird man Heteroscodra
maculata wohl kaum daraus trinken sehen. Da die hohe Luftfeuchtigkeit ihr
Flüssigkeitsbedarf in Verbindung mit ausreichend Futter, vollkommen deckt. Die
Wasserschale hilft jedoch die hohe Luftfeuchtigkeit möglichst konstant zu
halten. Weshalb ich dieses im Terrarium hier nur empfehlen kann.
Als afrikanische Vogelspinne besitzt
Heteroscodra maculata zudem ein etwas potenteres Gift. Welches für
Vogelspinnenverhältnisse auch stärkere Auswirkungen auf den Menschen haben kann.
Jedoch ist zu erwähnen, dass auch dieses Gift keineswegs Lebensgefährlich ist.
Einmal eingelebt im Terrarium baut diese
Art große Wohngespinste, die auch schon mal das komplette Terrarium eindecken
können. Dabei bringt Sie Bodensubstrat mit in ihr Gespinst ein. Arbeiten im
Terrarium sind auf Grund des Fluchtverhaltens dieser Vogelspinne recht einfach.
In den meisten Fällen ziehen sich Heteroscodra maculata in ihr Versteck zurück
und verweilen dort bis die Störung vorbei ist. Vorsichtig sollte man
selbstverständlich trotzdem sein.
Jungtiere sind sehr hektisch und suchen
ihr Heil in der schnellen Flucht. Wobei ältere Exemplare sehr ruhig reagieren
und auch schon mal an einer Stelle verhaaren ohne zu flüchten. Ich rate von
allen Arbeiten im Terrarium ab, wenn diese Vogelspinne nicht flüchtet. Zwar
beißen sie wohl kaum direkt zu, jedoch besteht dabei die Gefahr das diese
Vogelspinne sehr schnell aus dem Terrarium entkommt.
Ein besonderes Dankeschön geht an
Stefan Feiler, für d ie Hilfe beim hinsetzen
der Vogelspinne bei den Fotoaufnahmen. Da dieses alleine unmöglich gewesen wäre.
Seit Anfang Juli 2011 ist unter
www.TogoStarburstBaboon.de eine
umfang- reiche Informationsseite online, auf der man weitere Infos über
Heteroscodra maculata sich einholen kann.

Heteroscodra maculata, Weibchen
Geschlechtsunterschied:
Bei Heteroscodra maculata
sieht man sehr gut den Geschlechts- dichromatismus, d.h. das das Männchen nach der
Reifehäutung eine völlig andere Farbe hat/annimmt als das geschlechtsreife
Weibchen. Zudem behalten nur die Männchen dünne Hinterbeine (Geschlechtsdimorphismus) und bleiben optisch
gut erkennbar grau/bräunlich in ihrer Färbung. Während die Weibchen ihre Graustufenabdeckung ab einer Körperlänge von 3-3,5 cm ablegen und dann deutlich
heller erscheinen als die Männchen.

Heteroscodra maculata,
geschlechtsreifes Männchen Foto: Stefan Feiler
 |
Die Zentralafrikanische
Republik liegt zu einem großen Teil in den wechsel- feuchten Tropen.
Lediglich im Süden des Landes findet man die immer- feuchten Tropen
vor. Zentralafrika hat eine feuchte, sowie eine trockene Jahreszeit,
wo die Feuchtsavanne in Trockensavanne übergeht. Die Regenzeit
beträgt etwa 4 Monate verteilt zwischen Mai und Oktober. Die Temperaturen erreichen in der Trockenzeit zum Teil
40"C, in der Regenzeit nur 30"C, nachts
sinkt sie auf etwa 10"C ab. |
| |
Westafrika |
|
Die Abgrenzung zu
Nordafrika und Zentralafrika ist nicht eindeutig. Oft werden die Staaten
Tschad und Kamerun zu Westafrika eingeordnet. Im Norden Westafrikas
liegt die scheinbar endlose Sahara. Wasser ist im nördlichen und
mittleren Teil von Westafrika knapp. Von der Wüste bis zum Regenwald
findet man in Westafrika einen Klimagürtel, wenn man dieses Land
durchquert. In den Wintermonaten fällt oft kein Tropfen Wasser. Die
Trockenzeit ist je nach Region unterschiedlich lang. Für den Ausgleich
sorgt der Westafrikanische Monsun, der vom Atlantik kommt. |
 |
Literaturverweise:
Heteroscodra maculata
Pocock, 1899
– West & Central Africa
Pocock, R.I. 1899.
On the scorpions, pedipalps and spiders from tropical West-Africa, represented
in the collection of the British Museum.
Proc. zool. Soc. Lond. 1899: 833-885 [p. 840].
Blauman, R.M. 1996.
From the dark continent: Heteroscodra maculata.
Forum Magazine of the American Tarantula Society
5(6): 180-182.
Charpentier, P. 1992.
Heteroscodra maculata.
Journal of the British Tarantula Society 8(2):
11-19.
Charpentier, P. 1992.
HETERSCODRA maculata, Pocock 1899.
Arachnides 15.
Charpentier, P. 1992.
Fiche d'élevage MYG 11: HETEROSCODRA maculata
Pocock 1899.
Arachnides 15.
Skrebba, D. 2010.
Eine Vogelspinne aus Afrika - Heteroscodra maculata Pocock, 1899
ZAG-Phoenix 2 (11)2010 39-40.
|