Haplopelma lividum
 

Herkunft : Mittel-Thailand
Lebensweise : Röhrenbewohner (Unterirdisch lebende Art)
Körperlänge : etwa 6 cm
Temperatur Tags : 22-24 "C
Temperatur Nachts : ca. 18 "C
Luftfeuchtigkeit : 80-90 %
Fressverhalten : gemächlich.
Nahrung : Heimchen, Grillen
Haltung : 20x20x30 cm (LxBxH)
Verhalten : aggressiv
Verteidigung : Beinschlagen, Abwehrbiss
Deutscher Name : "Blaue Burma Vogelspinne"
Erstbeschreibung :
SMITH, A. M. (1996). A new species of Haplopelma (Araneae: Theraphosidae), with notes on two close relatives. Mygalomorph 1: 21-32.
Wachstum : mittelmäßig
Lebenserwartung : etwa 15 Jahre

Nicht für Anfänger geeignet!


Haplopelma lividum, Weibchen mit 5 cm kl

 

Anmerkung:
Haplopelma lividum ist eine sehr schnelle und flinke Vogelspinne.
Im Terrarium eingelebt zeigen sich die Tiere oft sehr scheu.

Meine bisherigen Erfahrungen:

Haplopelma lividum ist wohl unbestritten die schönste Haplopelma Art. Sie besticht mit ihrer blauen Färbung und ist eine Bereicherung für jeden Halter. Zwar werden Sie als sehr aggressiv beschrieben, jedoch stimmt das nur zu einem gewissen teil - denn nur wenn man sie bedrängt und sie keine Möglichkeit zur Flucht haben, verteidigt sich Haplopelma lividum mit einem Abwehrbiss und Beinschlagen (dabei schlagen die Tiere mit den ersten beiden vorderen Beinpaaren sehr kräftig auf den Boden und auch nach dem Störenfried).

An die Haltung stellt Haplopelma lividum besondere Ansprüche, denn als Röhrenbewohner benötigt sie ein hoch eingefülltes Bodensubstrat welches fest und grabfähig sein muss. Als Bodengrund eignet sich handelsübliche Blumenerde, die man teilweise mit Lehmpulver mischen kann. Der Bodengrund sollte zudem fest angedrückt und ständig feucht gehalten werden. Die Einfüllhöhe sollte nicht unter 15-20 cm liegen. Um der Vogelspinne den Einstieg zu erleichtern sollte man ihr eine kleine Röhre vorstecken mit einem Rundholz o.ä., die sie mit der Zeit dann weiter ausgräbt und ihre Röhre anlegt.

Hat sich eine Haplopelma lividum einmal im Terrarium eingelebt so bekommt man sie nur noch recht selten zu Gesicht. Meistens sitzt sie bei Einbruch der Dämmerung und nachts an ihrem Röhreneingang und lauert auf vorbeikommende Beute. Damit man sein Tier hin und wieder sehen kann, sollte man mit der Fütterung behutsam umgehen und nur wenige Futtertiere an sie verfüttern.

Die Aufzucht dieser Vogelspinne bereitet i.d.R. keine weiteren Probleme. Sie wachsen jedoch relativ langsam. Ihre typische Färbung erhalten die Spiderlinge etwa ab der 6.FH (Fresshaut) - sie beginnt von hinten nach vorne an, sich zu färben. Zuvor sehen die Slings unscheinbar gräulich aus.


Haplopelma lividum in ihrer Röhre.

Geschlechtsunterschied:

Bei Haplopelma lividum sieht man sehr gut den Geschlechtsdimorphismus, d.h. dass das Männchen nach der Reifehäutung eine völlig andere Farbe hat/annimmt als das geschlechtsreife Weibchen. Zum Vergleich stellte Dustin Patzelt mir hier ein Foto zur Verfügung. Vielen Dank dafür!


Haplopelma lividum, geschlechtsreifes Männchen


Haplopelma lividum, Weibchen & Männchen       Foto: Imanol Zubilaga


Haplopelma lividum, Nachzucht                   Foto: Imanol Zubilaga

Literaturverweise:

Haplopelma lividum Smith, 1996
– Myanmar, Thailand

Smith, A.M. 1996.
A new species of Haplopelma (Araneae: Theraphosidae), with notes on two close relatives.
Mygalomorph 1: 21-32 [p. 22, f. 1-14].

akker, d. van den. 2001.
Haplopelma lividum, stress en succes.
Tijdschrift van Vogelspinnen Vereniging Nederland 9(31).

Fritzsche, B. 1999.
Vogelspinnensteckbrief Nr. 2. Haplopelma lividum Smith, 1996.
[Tarantula info sheet 2 - Haplopelma lividum Smith, 1996].
Arthropoda 7(4): 9, 16.

Moore, S. et al. 2009.
Mass spectrometric characterisation and quantitation of selected low molecular mass compounds from the venom of Haplopelma lividum (Theraphosidae).
Rapid Communications in Mass Spectrometry 23(12): 1747-1755.

Von Wirth, V. & B.F. Striffler. 2005.
Neue Erkennstisse zur Vogelspinnen – Unterfamilie Ornithoctoninae, mit Beschreibung von Ornithoctonus aureotibialis sp. n. und Haplopelma longipes sp. n. (Araneae, Theraphosidae).
Arthropoda 13(2): 2-27.

www.vogelspinnen-hameln.de Maculata.de