Namensgebung
 

Ihren deutschen Trivialnamen „Vogelspinne“ verdanken sie wahrscheinlich der berühmten Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian. Ihre Eindrücke von einer Reise nach Surinam veröffentlichte sie 1705 in dem Werk „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“. Auf Seite 18 ist darin eine Illustration zu finden mit einer großen Spinne, die, auf einem Ast sitzend, einen Kolibri verspeist.


Darstellung in „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ (1705)

Wissenswertes zu den Vogelspinnennamen:

Fälschlicherweise meinen viele im Hobby das die Vogelspinnennamen der Gattungen und Arten lateinische Namen seien. Dieses ist jedoch nicht richtig, denn die Wissenschaftler setzen die Namen aus verschiedenen Teilen zusammen, u.a. Latein, griechisch, Patronyme, die lateinisiert wurden,  Fantasie,- und Eigennamen. Das Artepitheton kann auch nach einer Person benannt worden sein.
Beispiel:
Brachypelma klaasi (Peter Klaas), Haplopelma vonwirthi (Volker von Wirth)

Daher sind die Vogelspinnennamen als wissenschaftliche Namen zu betiteln.

Ein großes Problem stellen die Trivialnamen (Zoohandelbezeichnungen) dar. Sie geben oft nur die Fantasienamen an wie zB Weißknievogelspinne, Rotknievogelspinne, Riesenvogelspinne o.ä. Diese Namen tragen jedoch keine Bedeutung und sind im Hobby nutzlos. Dieses merkt man spätestens wenn man Informationen über seine erworbene Vogelspinne sucht. Unter einen der Trivialnamen (Fantasienamen) werden mehrere Vogelspinnen aufgeführt und benannt. Dieses ist nicht nur im Zoohandel so, sonder im gesamten Hobby.

www.vogelspinnen-hameln.de Maculata.de