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Wie verteidigen sich Vogelspinnen gegen einen Angreifer?Vorwort:
Für ihre Verteidigung haben Vogelspinnen einige sehr
wirkungsvolle "Waffen", die sie einsetzen können, um einen Feind zur Flucht zu
zwingen. Einige dieser Verteidigungswaffen haben auch auf uns Menschen eine
Auswirkung, wie Beispielsweise den "Juckreiz". Es sei aber vorweg gesagt, dass
keine dieser Verteidigunswaffen lebensgefährlich ist für einen Menschen.
Brennhaare ( Reizhaare ): Die Brennhaare befinden sich auf dem Hinterleib (Abdomen) der meisten Amerikanischen (Neuwestlichen) Vogelspinnen. Diese werden bei beunruhigung mit den hinteren Beinen abgestreift, so dass sie zu tausenden herumfliegen. Gelangen diese feinen Brennhaare in die Schleimhäute oder Atemwege, können teils schwere Entzündungen die folge sein. Da die mit kleinen Widerhaken besetzt sind, und sich dadurch in der Haut / den Schleimhäuten festsetzen. Auf der Menschlichen Haut können diese Brennhaare ein sehr unangenehmes Jucken und Hautrötungen zur folge haben. Das je nach Art, von einer Stunde, bis hin zu mehreren Tagen andauern kann. Besonders die Brennhaare von Theraphosa blondi sind dabei sehr unangenehm auf der Haut. Giftbiss : Der sogenannte Giftbiss dient in erster Linie der Vogelspinne dazu, um beute zu machen. Einige Vogelspinnen aber, setzen diesen auch dazu ein, um sich damit zu verteidigen. Fühlen sich Vogelspinnen bedroht, richten sie sich vorne auf, und stellen sich in die Drohstellung. Wenn der Feind / Angreifer jetzt zu nahe kommt, schlägt die Vogelspinne ihre Chilizeren (Beißwerkzeuge) in diesen hinein. Da die Chilizeren einiger Vogelspinnen doch recht groß sind, aknn diese sehr unangenehme Wunden verursachen. Auch tut ein Biss einer Vogelspinne sehr weh. Bei großen Arten wie Lasiodora parahybana oder Theraphosa blondi können die Beißwerkzeuge bis zu 1,5 cm groß werden. Kot spritzen: Eine ehr seltene Verteidigungsmethode ist das spritzen von Kot. Was mir persönlich bisher nur von Avicularia spec. bekannt ist. Dabei richtet die Vogelspinne ihr Hinterleib auf, und schießt mit einer Zielgenauigkeit von ca. 30 cm dem Feind ihr Kot ins Auge / Gesicht. Was ebenfall sehr unangenehm sein kann. Besonders wenn der Kot in die Augen gelangt. Beinschlagen: Eine sehr häufige Verteidigungsweise ist dabei das Beinschlagen. Dabei schlagen einige Vogelspinnen nachdem sie sich in Drohstellung befinden, vermehrt mit den vorderen Beinen nach dem Feind. Diese Beinschlagen sind gar nicht mal so "harmlos", so wurden schon ausgewachsene Mäuse beobachtet, die einen Beinschlag abbekamen, und danach wie benommen nur noch umherlaufen konnten. Von meiner Poecilotheria regalis bekam ich einmal selbst einen solchen Beinschlag ab, der wie eine kleine Peitsche weh tat. Und da steckte wahrlich kraft dahinter. Stridulieren (Geräusche abgeben): Einige Vogelspinnen verfügen über ein sogenanntes Stridulationsorgan, und können damit, ähnlich zischende Geräusche abgeben wie schlangen. Diese Geräusche kann man oft noch Meter weit entfernt hören. Und verschrecken oft die Feinde einer Vogelspinne.
So ausgeklügelt ihre Verteidigungen auch sind,
in erster Linie flüchten Vogelspinnen.
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Verteidigung ist kein Angriff:
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